
Lehrer Bernd Mattheus, Schüler Martin Brehmer, Projektleiter Heinz Dräger, Lehrerin Christiane Cordes und Bürgermeister Detlef Helling.
(FOTO: OLIVER KRATO)
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Neue Westfälische Bielefeld (kurt). Energiesparen lohnt sich: Für Schulen, die sich um Strom-, Heiz- und Wasserkosten kümmern, springt eine Klassenfahrt heraus, eine Party oder ein neues Spielgerät für den Schulhof. Zusammen mit dem städtischen Immobilienbetrieb, der für die Schulgebäude zuständig ist, sparten auch 2007 Schüler und Lehrer wieder gut 70.000 Euro - und konnten davon die Hälfte als Dankeschön für sich verbuchen.
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Das Projekt "Energiesparen macht Schule" startete vor zwölf Jahren, mittlerweile sind aus 28 teilnehmenden Schulen 48 geworden, fast die Hälfte der Bielefelder Schulen. Gestern wurden sie im Carl-Severing-Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung sowie für Elektro- und Metallberufe gelobt - und ihre Leistungen vorgestellt.
Dass eingesparte Energie- und Wasserkosten von 71.000 Euro nicht Kleinkram sind, zeigen Beispiele: Drei durchschnittliche Grundschulen verbrauchen diesen Wert - und der Kohlendioxidausstoß wurde um 210 Tonnen reduziert, was dem Jahresausstoß von 45 Autos entspricht.
Für Projektleiter Heinz Dräger vom Immobilienbetrieb eine Erfolgsgeschichte, trotz sinkender Einsparungen. "Klar, das Potenzial wird immer geringer, je mehr getan wurde." Beispiel einer Turnhalle aus Brackwede: Seit sie vollautomatisch gesteuert wird, liegt der Stromverbrauch nicht mehr bei 150.000 Euro, sondern bei 49.000 Euro.
Doch es geht nicht nur ums Geld. Dräger: "Der wichtigste Ansatz des Projekts ist der, das Bewusstsein zu schärfen." Ein Bewusstsein für Heizungen, die nicht laufen müssten, für Wasser, das nicht so reichlich fließen muss, für Zeitschaltuhren und regenerative Energien. So hat das CSB Elektro bereits eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, das CSB Verwaltung will jetzt einsteigen, sagt Lehrerin Christiane Cordes. "Das nehmen wir jetzt in Angriff."
Ihr Kollege Bernd Mattheus vom CSB Elektro wertet als Erfolg, dass sich seine Schule über die Schulkonferenz dazu verpflichtet hat, den Kohlendioxidausstoß bis 2020 "um 20 Prozent zu verringern". Mattheus: "Das es eine solche Zielvorgabe gibt, einstimmig beschlossen, das kenne ich sonst von keiner Schule." Zurzeit werden am CSB Elektro alle Daten rund um den Verbrauch und die Einsparung von Energie und Wasser erfasst und ausgewertet, auf dieser Basis sollen weitere Einsparungen angestrebt werden.
Seit zwölf Jahren ist das Berufskolleg dabei, und das lohnt sich. Denn Jahr für Jahr gibt es die Chance, 600, 1.000 oder 1.200 Euro für die Schule zu erhalten, je nach Schulgröße. Die übrigbleibende Summe spart der Immobilienbetrieb und damit indirekt auch der Steuerzahler. Bürgermeister Detlef Helling: "Das ist doch was."
(Quelle: Neue Westfälische)
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