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Individuelle Förderung Drucken E-Mail
am Carl-Severing-Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung

Download der Broschüre und weitere Informationen zur individuellen Förderung - (600 KB)


Die individuelle Förderung ist inhaltlicher Bestandteil unserer Schulziele und somit wichtiger Bestandteil aller Bildungsgänge und Zentrum unserer schulischen Arbeit. Sie wendet sich an die Leistungsschwachen, an die besonders Begabten und auch an das Leistungsmittelfeld. Es gilt, die Potentiale aller Lernenden auszuschöpfen.

Die 4 Handlungsfelder individueller Förderung werden in allen Bildungsgängen bearbeitet und umgesetzt. Dies geschieht in unterschiedlicher Intensität und Form.

1. Handlungsfeld „Grundlagen schaffen“

Über mehrere Jahre praktischer Tätigkeit, Fortbildung und wissenschaftlicher Begleitung haben Lehrkräfte grundlegende Kompetenzen in den Bereichen der Diagnose von Entwicklungsständen, Lernpotentialen, Lernhindernissen und Lernfortschritten sowie differenzierten methodischen und didaktischen Modellen der individuellen Förderung erworben. Diese werden in allen Bereichen durch Materialentwicklung, kontinuierliche Lehrerfortbildung (seit 2003/04) und Ausbau kollegialer Kooperation (Teamteaching) und gegenseitiger Unterrichtshospitation (seit 2008/09) gestärkt. Grundlage bildet ein professionelles Schnittstellenmanagement mit den Zubringerschulen, Trägern überbetrieblicher Maßnahmen, Medizinischem Dienst, der regionalen Agentur für Arbeit, Jugendhaus und ArbeitPlus. Zum Schulhalbjahr soll ein Kursangebot an den Zubringerschulen (Hauptschulen) erfolgen.

Darüber hinaus werden für eine erfolgreiche Förderung die jeweiligen Ausgangslagen in den Vollzeitbildungsgängen und problembeladenen Teilzeitbildungsgängen systematisch durch geeignete Analysen und Verfahren (Lernstandserhebungen, individuelle Förderplangespräche) erhoben. Diese Analysen werden durch eine systematische Lernbeobachtung (kontinuierlich oder zu festgelegten Zeitpunkten) ergänzt, um hieraus die geeignete Förderung (z.B. Förderangebot im Vollzeitbereich) abzuleiten. Ebenso werden Lese- und Rechtschreib-, Lern- und Sozialkompetenzen in den Blick genommen.

2. Handlungsfeld „Mit Vielfalt umgehen“

Aufbauend auf dem ersten Handlungsfeld stellt sich die individuelle Förderung an unserem Berufskolleg dar durch Formen der inneren und äußeren Differenzierung. Im Rahmen der inneren Differenzierung gibt es in zwei Bildungsgängen (IL, BGJ/BFS) verbindliche Vereinbarungen, Methodenentscheidungen und ausgearbeitete differenzierende Materialien, die bei typischen Verstehensschwierigkeiten zum Einsatz kommen (z.B. binnendifferenziertes Unterrichtsangebot zur Sprachförderung im Fachunterricht). Wahlangebote, Differenzierungsmöglichkeiten, ein umfangreiches Stütz- und Förderkursangebot, Lernbegleitung durch Tutoren, ein Coachingsystem und zwei Selbstlernzentren sind Bestandteilen des Angebots an äußerer Differenzierung.

Als Ergänzung und Weiterentwicklung alltäglicher und institutionalisierter Formen der Lernbegleitung, wie Rückmeldung zu Lernen und Leisten im Unterricht und Sprechtage werden Empfehlungen zur Lernentwicklung und Rückmeldung in individuellen und kontinuierlichen Förderplangesprächen so gestaltet, dass sie die Schülerperspektiven mit einbeziehen und am Können der Schüler orientiert motivierend die nächsten Lernschritte aufzeigen. (vgl. hierzu Bildungsgänge IL, BGJ/BFS, HöHa).

3. Handlungsfeld „Übergänge und Lernbiografien bruchlos gestalten“

Eine wesentliche Bedingung erfolgreichen Lernens ist die Anschlussfähigkeit des Wissens. Das von allen Bildungsgängen praktizierte Schnittstellenmanagement bereitet bereits in den Zubringerschulen den Übergang in das neue System durch intensive Kooperation, Hospitation und Information (auch durch Schüler) vor. Durch ein neues Unterrichtsangebot unseres Berufskollegs an den Zubringerschulen werden diese Schülerinnen und Schüler auf die neuen Lernbedingungen vorbereitet. Gleichzeitig bietet unser Berufskolleg eine Vielzahl von Berufs- und Studienorientierungen mit der Universität Bielefeld und den drei Bielefelder Fachhochschulen an. Weiterbildungs angebote und Zusatzqualifikationen sichern den Übergang in das Berufsleben. Schulinterne Übergänge werden individuell durch Beratungslehrerinnen und –lehrer begleitet, wobei die individuellen und dokumentierten Lernbiografien einerseits und die Durchlässigkeit des Systems andererseits Garanten für eine optimale, erfolgversprechende Bildungsgangzuordnung sind.

4. Handlungsfeld „Wirksamkeit / Förderung über Strukturen sichern“

Evaluation und Rückkopplung über Verbleib in Ausbildung, Werkstätten und Anlerntätigkeiten erfolgt im Bildungsgang „Sonderpädagogische Förderung“ (IL). In den Vollzeitbildungsgängen werden Laufbahnportfolios erstellt und Rückkopplungen zu den Zubringerschulen über die Leistungsentwicklung gegeben. Universität und Fachhochschulen ihrerseits melden in gemeinsamen Konferenzen ihre Erfahrungen mit unseren „Vorab“Studenten. Seit dem Schuljahr 2003/04 ist „Individuelle Förderung und Unterrichtsentwicklung“ konsequentes Thema unserer schulinternen Fortbildung. Hierdurch ist es gelungen, das gesamte Kollegium für die Problematik der individuellen Förderung zu sensibilisieren.
 
Carl-Severing-Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung der Stadt Bielefeld
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